Eine gebildete, vornehme Schwanendame, die alles erklärt, alles besser weiß und dabei regelmäßig über die eigenen Füße stolpert. Im Kern herzlich und hilfsbereit: Sie will, dass es Gronau gut geht.
| Name | Gräfin Walburg |
| Rufname | „Walli“ – nur Pille sagt das, und es ärgert sie jedes Mal |
| Art | Schwan, königsblau – blau wie der Schwan im Gronauer Wappen |
| Steht für | Gronau, die Industrie- und Grenzstadt |
| Herkunft | niederländischer Hochadel, Haus Brederode |
| Wohnsitz | Schloss Gronau (Witwensitz) |
| Erkennungszeichen | grün-gelb gestreifter Strickschal; lange antike Spinnspule mit weißem Garn, die sie wie ein Zepter trägt |
| Sprache | gepflegtes Hochdeutsch mit niederländischem Einschlag |
| Anrede | siezt alle – auch Pille |
Stärken: Überblick, große Pläne, schöne Worte.
Schwächen: verliert sich in der Theorie, stolpert über Stufen, verheddert sich im eigenen Garn.
Walli ist eine Hommage an eine echte Frau aus Gronaus Geschichte: Gräfin Walburg von Brederode. Sie lebte vor fast 500 Jahren auf Schloss Gronau.
Eine etwa 86 Zentimeter hohe Sandsteinfigur zeigte Walburg in standesgemäßer Kleidung. Sie stand zuerst am Schloss Gronau und später im Hof des Klosters Glane. Dort hielt der Volksmund sie für eine kleine Nonne: „Dat Glaner Nünneken“. Erhalten ist nur der Kopf. Er ist heute im Drilandmuseum Gronau zu sehen.
Bei Ausgrabungen am alten Schlossplatz kam 2019/2020 eine kupferne Wetterfahne in Schwanenform ans Licht. Der Schwan steht bis heute im Gronauer Wappen.
Wenn sie sich erschreckt, rutscht ihr das Niederländische heraus: „Nou ja“, „Jeetje mina“, „Nou breekt mijn klomp!“
Historische Angaben nach Drilandmuseum Gronau und LWL-Archäologie für Westfalen.





Ein alter Erpel aus Epe: bäuerlich, grummelig, mit trockener Lebensweisheit und einem schnellen, klugen Kopf. Er redet wenig, aber trifft.
| Name | Pille – von „Pillepatte“, wie man in Epe die Enten nennt |
| Nachname | verschweigt er. Wer danach fragt, bekommt eine Wetterprognose. |
| Art | Erpel, goldgelb wie reifes Korn, graue Schläfen |
| Steht für | Epe, das alte, bäuerliche Kirchspiel |
| Beruf | Torfstecher, ein Leben lang, in den Mooren rund um Epe |
| Erkennungszeichen | braune Schiebermütze; ein Kornhalm im Schnabel – die Ähre aus dem Eper Wappen |
| Sprache | rau und trocken, westfälischer Einschlag, gern ein Satz auf Platt |
| Anrede | duzt alle – auch die Gräfin |
| Größe | reicht Walli etwa bis zum Halsansatz |
Stärken: packt an, bringt die Dinge auf den Punkt, lässt sich nichts vormachen.
Schwächen: grummelig, ungeduldig, redet ungern über sich selbst.







Ein ungleiches Paar, das sich ständig kabbelt und sich am Ende immer aufeinander verlässt. Walli bringt den Plan, Pille bringt ihn auf den Boden. Zusammen erklären sie, was in Gronau und Epe passiert.
| Walli | Pille | |
|---|---|---|
| Steht für | Gronau | Epe |
| Herkunft | Schloss, Hochadel | Bauernhof, Moor |
| Wissen | aus Büchern, hochtrabend | aus dem Leben, knapp und treffend |
| Sprache | Hochdeutsch, ein Hauch Niederländisch | rau, trocken, westfälisches Platt |
| Anrede | siezt ihn | duzt sie |
| Stärke | Überblick, große Pläne | packt an, löst es einfach |

PILLE: „Ey, Walli!“
WALLI: „Für Sie immer noch Gräfin Walburg, hè!“
Beide leben in einer Stadt ganz im Norden des Kreises, im Dreiländereck, die gern vergessen wird. Gemeinsam halten sie dagegen. Wir lachen mit den beiden, nie über Gronau, Epe oder ihre Leute.
